Liegerad Hamburg
Seite des Liegerad-Stammtischs Hamburg - was tun Liegeradfahrer, wenn sie gerade weder ein Liegerad zusammenbraten noch Weltrekorden hinterherhetzen?"
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"... Oder tun Sie noch viel Blöderes: Konstruieren Sie sich ein Liegefahrrad und gondeln Sie damit durch die Stadt! In jeder Stadt gibt es zwei oder drei Liegefahrradfahrer, da kommt es auf einen mehr nicht an. Befestigen Sie an Ihrem Liegerad ein schäbiges Transistorradio aus rotem Plastik, aus dem deutsche Schlager und Märsche herausquäken. Hissen Sie drei große Flaggen auf Ihrem Liegefahrrad, die der USA, die von Deutschland und die Ihres Bundeslandes! Bilden Sie sich während des Liegeradelns ein, daß alle Leute Sie wegen ihres Vehikels beneiden. Erlangen Sie zu keinem Zeitpunkt Kenntnis von der Tatsache, daß alle Leute Sie wegen Ihres Vehikels bemitleiden! Hängen Sie an ihr Liegefahrrad einen Anhänger voll Katzenfutterdosen ...",
schreibt Max Goldt in seinem offenen Brief an Theo Waigel ("Ä", Kolumnen, Heyne-Taschenbücher, Allgemeine Reihe 01/10642).
Nee, so nicht, Herr Goldt, so nicht mit uns!!
© C. Lessel 1997
Schon 1995, als dieser Text entstand, gab es in Hamburg und Berlin, den beiden Städten, in denen sich auszukennen Herr Goldt vorgibt, deutlich mehr als zwei bis drei Liegeradfahrer. In Hamburg sind es z. B. schon fast 50, die den Liegeradstammtisch mehr oder weniger regelmäßig heimsuchen. Zugegeben, mit der Beschreibung eines Liegeradfahrers lag Herr Goldt nicht so sehr daneben, wie wir uns das wüschen würden. Zumindest ein Liegeradfahrer fährt in Berlin ungefähr so rum, wie oben beschrieben. Da fehlen höchstens die Katzenfutterdosen.
Besser gefällt uns da schon das folgende Loblied auf's Liegeradfahren
(aus Bild der Wissenschaft 12/2001, Seite 14):
"RADFAHREN
Zu schmaler Sattel quetscht den Penis
Gelobt sei, was hart macht. Aber was den Beinmuskeln nutzt, kann sich übel auf die Potenz auswirken." [Bildunterschrift zu einem dieser Rennradfahrerfotos, von denen einem schon nur vom Hinsehen ganz klamm am Sack wird]
"Seit Jan Ullrich 1998 die Tour de France gewonnen hat, ist Rad fahren in Deutschland noch beliebter geworden. Besonders im Trend liegen bei Männern hochwertige Rennräder mit extrem schmalem Sattel. Doch in letzter Zeit häufen sich Klagen der Radsportler über Potenzstörungen und Taubheitsgefühle in den Genitalien. Wissenschaftler der Universität Köln haben jetzt herausgefunden: Ein schmaler Sattel quetscht den Penis so stark ein, dass er nicht mehr richtig durchblutet wird. Die Urologen hatten in einer Studie die Penisdurchblutung von 100 Radsportlern untersucht. Sie reduzierte sich um 70 Prozent, wenn die Männer auf dem "Rennsattel" fuhren. Benutzten sie dagegen einen breiten Frauensattel, wurde ihr Geschlechtsteil nur um 22 Prozent schlechter durchblutet. Die Forscher empfehlen deshalb, beim Rad fahren öfter zwischen stehender und sitzender Position zu wechseln. Am besten sei jedoch ein Liegerad - bei dieser Art der Fortbewegung werde der Penis am wenigsten malträtiert."
Liegeradfahrer sind die besseren Liebhaber! Ist dies der letzte wirklich wahre Grund für die Liegeradbegeisterung vieler Männer und deren befreites Grinsen beim Liegeradfahren?
Daß Liegerafahrer tatsächlich Radfahrer sind, hat in seiner großen Weisheit nach einem tiefen Blick in den Brockhaus das Bundesverwaltungsgericht beschlossen (Beschluß vom 31.05.2001 - also kurz nach Himmelfahrt ;-) Az. 3 B 183.00, Neue Zeitschrift für Verkehrsrecht 2001, 439, "Benutzungspflicht für Liegeradfahrer".

Dies ist die Homepage der locker organisierten Liegeradfahrer Hamburgs ("Liegeradstammtisch") - z. Zt. verwaltet von Frank Bokelmann, Hamburg.
Die weitere Entwicklung dieser Website
Demnächst soll diese Website um die Porträts einzelner Liegeradfahrer Hamburgs und Umgebung erweitert werden. Beiträge (kurz- möglichst im HTML-Format; mit max. 1 Bild im JPG-Format) oder Links auf die eigene Homepage bitte an Frank Bokelmann ( hamburg@hpv.org ) senden. Geplant ist auch die nicht-kommerzielle Vermittlung von Partnern für Liegeradtouren; hierfür wird z. Zt. ein Formular entwickelt (Vorschläge bitte an Frank Bokelmann ( hamburg@hpv.org ) senden).
Diese Seite wurde aktualisiert am: 10.06.2002