
© C. Lessel 1997

Die Liegeradfahrer und ihre Freunde müssen seit 1999 ganz tapfer sein; Liegeräder waren 1999 erstmals bei den HEW-Cyclassics "aus Sicherheitsgründen", wie es im Prospekt heißt, neben Triathlonlenkern, Lenkeraufsätzen jeglicher Art und sicherheitswidrigen Fahrrädern nicht zugelassen. Dazu erreichte mich folgender Beitrag zur Veröffentlichung in dieser Site:
"Die schöne Zeit ist vorbei..... Seit 1999 sind Liegeräder bei den HEW-Cyclassics verboten... "Aus Sicherheitsgründen" steht im Anmeldeheftchen. Dabei gab es in 3 Jahren HEW-Cyclassics nicht einen Unfall mit Liegerbeteiligung! Rennradunfälle dagegen viele.
So waren die Jahre...
1996: Liegeradteilnahme nur über die große Strecke (160 km, die kleine Strecke mit 50 km bzw. 60 km (ab 1997) wurde nie für Lieger zugelassen), es nahmen 8 Lieger teil, der schnellste hatte 37 km/h Schnitt, Renner (in großen Gruppen) ca. 40 km/h, Profis ca. 45 km/h.

Ein Flevo-Racer (1996)
Wer sich oder Freunde wiedererkennt: An Frank Bokelmann ( hamburg@hpv.org ) schreiben!
1997: Es kamen ca. 20 Liegeradler, da es nun im Anmeldebogen stand, daß Lieger teilnehmen dürfen. Ymte Sybrandy (C-Alleweder) und Theo van Andel (M5) aus Holland waren mit knapp 47 km/h über 170 km sogar schneller als die Profis (die jedoch nicht mehr gleichzeitig mit den Jedermännern starteten, wie 1996). Panik in der Organisation, weil keiner mit so frühzeitig erforderlicher Absperrung gerechnet hatte. Ymte und Theo kamen nicht in die sofortige Ergebnisliste und auch nicht ins spätere Ergebnisheft. Schnellster Liegeradler im Ergebnisheft war Jakob Allert (C-Alleweder) auf Platz 2. Keine Zeitung schreibt über die schnellen Liegeräder. Es gab wie 1996 und 1998 viele Rennradunfälle, einer starb sogar.

Liegeräder bei den HEW-Cyclassics -
bis 1997 auch vollverkleidet;
sogar Dreiräder waren zugelassen (Aufnahme 1997)

Theo van Andel (1997)
1998: Lieger lt. Ausschreibung nur noch unverkleidet erlaubt. 19 Teilnehmer, die schnellsten hatten 39 km/h Schnitt, Renner in großen Gruppen 42 km/h. Die besten Jedermänner sind schon an der Grenze zu den Profis, es waren auch MTB-Profis im Jedermannfeld dabei.

Das Vektor-Team 1998
1999: Liegeräder "aus Sicherheitsgründen" verboten, obwohl Lieger in 3 Jahren nicht einen Unfall verursacht haben."
Jens Seemann
(Hamburger Liegeradstammtischler und Teilnehmer der HEW-Cyclassics 96-98)

Jens und Rene (v. l. n. r.) nach dem Rennen (1998)

Anmerkung:
Den Organisatoren der HEW-Cyclassics von der UPSOLUT Agentur für Sport- und Marketing GmbH ist es hoch anzurechnen, daß sie Liegeradfahrer zugelassen haben. Nicht so nett ist, wenn sie Liegeradfahrer nun "aus Sicherheitsgründen" nicht mehr zulassen (wie bei sicherheitswidrigen Rädern). Dies klingt so als wären Liegeräder keine sicheren Fahrräder, was nicht der Fall ist. Gab es vielleicht noch andere Gründe? So geht in Liegeradkreisen das wohl nicht unbegründete Gerücht um, die Rennradfahrer hätten sich darüber beschwert, daß sich immer wieder Lieger in ihre Reihen gemischt hätten und dadurch das Windschattenfahren deutlich erschwerten, weil gerade schnelle Lieger nie den Windschatten böten, die ihnen geboten werde. Könnte man Lieger nicht vielleicht noch anders integrieren? Die Radvielfalt kommt doch sicher auch den Zuschauern zugute und machte immer einen besonderen Reiz der Cyclassics aus. So wie beim Shell-Marathon (Laufen) auch Rollies und Skater dabei sein konnten. (Frank Bokelmann)

Diese Seite wurde am 27.10.1999 ins Netz gestellt.
Sie wurde aktualisiert am: 05.12.2004.