Ihr Urologe empfiehlt Liegeradfahren

Richtig gut gefällt uns das folgende Loblied auf's Liegeradfahren
(aus Bild der Wissenschaft 12/2001, Seite 14):

"RADFAHREN

Zu schmaler Sattel quetscht den Penis

Gelobt sei, was hart macht. Aber was den Beinmuskeln nutzt, kann sich übel auf die Potenz auswirken." [Bildunterschrift zu einem dieser Rennradfahrerfotos, von denen einem schon nur vom Hinsehen ganz klamm am Sack wird]

"Seit Jan Ullrich 1998 die Tour de France gewonnen hat, ist Rad fahren in Deutschland noch beliebter geworden. Besonders im Trend liegen bei Männern hochwertige Rennräder mit extrem schmalem Sattel. Doch in letzter Zeit häufen sich Klagen der Radsportler über Potenzstörungen und Taubheitsgefühle in den Genitalien. Wissenschaftler der Universität Köln haben jetzt herausgefunden: Ein schmaler Sattel quetscht den Penis so stark ein, dass er nicht mehr richtig durchblutet wird. Die Urologen hatten in einer Studie die Penisdurchblutung von 100 Radsportlern untersucht. Sie reduzierte sich um 70 Prozent, wenn die Männer auf dem "Rennsattel" fuhren. Benutzten sie dagegen einen breiten Frauensattel, wurde ihr Geschlechtsteil nur um 22 Prozent schlechter durchblutet. Die Forscher empfehlen deshalb, beim Rad fahren öfter zwischen stehender und sitzender Position zu wechseln. Am besten sei jedoch ein Liegerad - bei dieser Art der Fortbewegung werde der Penis am wenigsten malträtiert."

Das Loblied auf das Liegerad wurde sogar schon wissenschaftlich untermauert gesungen:

Sommer, Frank:
Prävention der erektilen Dysfunktion durch gezieltes körperliches Training
Blickpunkt DER MANN 2004, Nr. 1, Seite 24-27

Sommer, Frank:
Die Einflüsse des Fahrradfahrens auf die männliche Sexualität - Teil 1: Erektile Dysfunktion und Fahradfahren
Blickpunkt DER MANN 2004, Nr. 1, Seite 28-32

Dieses Wissen wird seit einiger Zeit auch auf der Seite http://www.maennergesundheit.info verbreitet - siehe:

Auch die Süddeutsche Zeitung haut nun mit den Artikeln "Taub im Schritt" vom 16.07.2004 und "Aus dem Tritt" vom 05.10.2005 in diese Kerbe. Vereinzelt gibt es zwar Gegenstimmen: "Sättel: Das Geschäft mit der Angst" (Velojournal, Magazin für Alltag und Freizeit, Ausgabe 3/2005) und "Do Bicycle Seats Cause Impotence".

Aber muß uns diese Diskussion wirklich interessieren? Wir sind ja auf der sicheren Seite. Liegeradfahrer sind die besseren Liebhaber! Ist dies der letzte wirklich wahre Grund für die Liegeradbegeisterung vieler Männer und deren befreites Grinsen beim Liegeradfahren?

Oder ist es einfach (negativ besetzt) Faulheit oder (positiv besetzt) sportliche Eile? Immerhin spart man mit einem Lieger einige Energie - siehe http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm-, die man prima am Bauch sammeln kann ;-) oder in Vortrieb umsetzt.

Eigenbau

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Diese Seite wurde in Netzt gestellt am: 28.02.2007
Diese Seite wurde aktualisiert am: 28.02.2007